​​​​​​​Pressemitteilungen ​​​​​​ – November 2021

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Pressestelle Goethe-Universität

Theodor-W.-Adorno Platz 1
60323 Frankfurt 
presse@uni-frankfurt.de

 

Nov 3 2021
12:32

Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft (AIWG) hat sechs Forschungsfellowships für wegweisende Islamforschung vergeben

Von Sufismus, LGBTQ in der muslimischen Seelsorge und islamischen Bestattungen 

Sechs Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus dem In- und Ausland haben jetzt ihr Forschungsfellowship an der Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft (AIWG) der Goethe Universität angetreten. Die erstmals ausgewählten AIWG-Forschungsfellows sind in den islamisch-theologischen Studien oder benachbarten Disziplinen verortet.

FRANKFURT. In den kommenden sechs Monaten können sich die Forschungsfellows ganz auf ihr Vorhaben konzentrieren und sich mit eigenen Forschungsfragen auch in bestehende Projekte der Akademie einbringen. Dabei forschen sie, angebunden an die Goethe-Universität als Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, zu ihren eigenen Projekten.

„Wir freuen uns, mit den neuen Fellows ausgewiesene Expertinnen und Experten auf verschiedensten Gebieten der Islamforschung zu unterstützen. Durch die Anbindung an die AIWG werden sich wichtige neue Impulse für die islamisch-theologischen Studien in Deutschland ergeben“, so Dr. Jan Felix Engelhardt, Geschäftsführer an der AIWG.

Das Themenspektrum der Fellows umfasst vielfältige aktuelle wissenschaftliche und gesellschaftliche Diskurse. Dazu gehört praxisorientierte Forschung, etwa zum Thema „Islamisches Bestattungswesen in Deutschland“ von Prof. Dr. Thomas Lemmen (Köln), „LGBTQ in der muslimischen Seelsorge“ (LGBTQ: Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Queer) von Dr. Ali Ghandour (Universität Münster) und „The politics of pedagogy: Islam and the ‚West'“ von Prof. Dr. Alison Scott-Baumann (SOAS University of London). Wie sich Diskurse zu Islam und Judentum in Deutschland zueinander verhalten, untersucht Dr. Elisabeth Becker Topkara (Universität Heidelberg) mit ihrem Vorhaben „Abrahamic Strangers: German Jewish and German Muslim Intellectuals in Conversation“, während Dr. Mansooreh Khalilizand (Universität Münster) mit ihrem Projekt zum Gottesbegriff beim schiitischen Philosophen Ṣadr al-Dīn Šīrāzīan bereits bestehende Forschungen anknüpft und diese erweitern und vertiefen will. Einem bisher wenig beachteten Themenfeld widmet sich wiederum Dr. Sarah Kuehn (Universität Wien) mit ihrem Projekt „On Art, Aesthetics, and Islamic Mysticism in German-speaking Countries: A Contemporary Perspective“.

Eine ausführliche Projektbeschreibung aller AIWG-Forschungsfellows finden Sie unter: https://aiwg.de/forschungsfellows/

Die wissenschaftlichen Ergebnisse aus den AIWG-Forschungsfellowships werden der Forschungsgemeinschaft und der interessierten Öffentlichkeit im kommenden Jahr zugänglich gemacht.

Über die AIWG
Die AIWG ist eine universitäre Plattform für Forschung und Transfer in islamisch-theologischen Fach- und Gesellschaftsfragen. Sie ermöglicht überregionale Kooperationen und Austausch zwischen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen der islamisch-theologischen Studien und benachbarter Fächer sowie Akteurinnen und Akteuren aus der muslimischen Zivilgesellschaft und weiteren gesellschaftlichen Bereichen. Die AIWG wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und durch die Stiftung Mercator.

Über das AIWG-Forschungsfellowship
Das AIWG-Forschungsfellowship richtet sich an Postdocs und Professoren und Professorinnen aus den islamisch-theologischen Studien und relevanten Nachbardisziplinen aus dem In- und Ausland, die sich intensiv einer spezifischen Forschungsfrage zum Islam in Wissenschaft und Gesellschaft widmen möchten. Die AIWG unterstützt mit dem Forschungsfellowship Projekte, die eine besondere Relevanz für die Themen und Handlungsfelder der Akademie haben. Fellowships können zur thematischen Breite der islamisch-theologischen Studien sowie ihrer Anwendungs- und Transferbereiche vergeben werden.

Weitere Informationen
Stefanie Golla
Koordinatorin Wissenschaftskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft
Goethe-Universität
Telefon 069 798-22459
E-Mail golla@aiwg.de
Homepage https://aiwg.de/


Redaktion: Dr. Anke Sauter, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Abteilung PR & Kommunikation, Telefon 069 798-13066, Fax 069 798-763-12531, sauter@pvw.uni-frankfurt.de  

 

Nov 2 2021
18:31

Ausgezeichnet wurden: Dr. Markus Fauth, Dr. Lena Schönwälder und Dr. Markus Lindner

20 Jahre 1822-Universitätspreis für exzellente Lehre

FRANKFURT. „2021 ist ein besonderes Jahr – wir können die Preisverleihung des 1822-Universitätspreises für exzellente Lehre wieder in größerer Öffentlichkeit stattfinden lassen und so das 20-jährige Jubiläum würdig feiern“, sagte Dr. Ingo Wiedemeier, Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse. Heute werden zum 20. Mal Lehrende der Goethe-Universität mit dem 1822-Universitätspreis für exzellente Lehre ausgezeichnet – ein außergewöhnliches Jubiläum, das in der Universitätswelt im Hinblick auf Beständigkeit einer Auszeichnung seinesgleichen sucht. „Auch in diesem Jahr haben die Studierenden der Goethe-Universität rege Gebrauch von ihrem exklusiven Vorschlagsrecht gemacht“, resümierte Prof.in Dr. Christiane Thompson, Vizepräsidentin für Lehre, Studium und Weiterbildung an der Goethe-Universität. Insgesamt lagen der Vergabekommission 22 Nominierungen aus zehn Fachbereichen vor. Ausgezeichnet wurden Dr. Markus Fauth (1. Preis), Dr. Lena Schönwälder (2. Preis) und Dr. Markus Lindner (3. Preis) für innovative Lehre, sehr hohe Qualität ihrer Lehrveranstaltungen sowie außergewöhnliches Engagement für die Studierenden.

„Nachdem die feierliche Preisverleihung im vergangenen Jahr ausfallen musste, bildeten das Ambiente und das abwechslungsreiche Programm einen würdigen Rahmen für die Jubiläumsveranstaltung. Die Studierenden haben mit Laudationen für die von ihnen vorgeschlagenen Lehrenden vollen Einsatz gezeigt“, fasste Dr. Ingo Wiedemeier die gelungene Veranstaltung zusammen. „So macht der 1822-Universitätspreis seit 20 Jahren exzellente Lehre an der Goethe-Universität für alle sichtbar. Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Stiftung der Frankfurter Sparkasse für die beständige Begleitung“, schloss sich Vizepräsidentin Prof.in Thompson an. Auch die Vertreterin des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, Frau Staatssekretärin Ayse Asar, sowie die Bürgermeisterin der Stadt Frankfurt, Frau Dr. Nargess Eskandari-Grünberg, stellten die Bedeutung exzellenter Lehre an der Goethe-Universität heraus.

Die Goethe-Universität und die Stiftung der Frankfurter Sparkasse haben den 1822-Universitätspreis für exzellente Lehre gemeinsam ins Leben gerufen, um das Bewusstsein für die Bedeutung innovativer Hochschullehre zu schärfen und das Engagement herausragender Lehrender sichtbar zu machen. Den ersten und dritten Preis fördert die Stiftung der Frankfurter Sparkasse mit insgesamt 20.000 Euro, der 2. Preis in Höhe von 10.000 Euro wird von der Goethe-Universität finanziert. Der Preis wird jährlich vergeben.

Die Preisträger*innen 2021:

Dr. Markus Fauth (1. Preis, 15.000 Euro)
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich 15, Institut für Molekulare Biowissenschaften
Herr Dr. Fauth ist bereits zum vierten Mal von den Studierenden nominiert worden (2009, 2014, 2018, 2021). Er erzielt in durchweg allen Lehrveranstaltungen exzellente Evaluationsergebnisse und setzt sich seit vielen Jahren kontinuierlich für die Belange der Studierenden ein. Er konzipiert zum einen hochgradig individuelle Angebote in der Studieneingangsphase und zum anderen bietet er beim Übergang in den Master Beratungs- wie auch Fortbildungsangebote (z.B. Soft Skills) an, die über die fachlichen Inhalte hinausgehen.

Die Kommission zeigte sich beeindruckt, mit welcher Leidenschaft und Versiertheit Herr Dr. Fauth die Begeisterung für sein Fach an die Studierenden weitergibt. Er agiert zudem als Bindeglied zwischen Studierenden und Lehrenden und hat während der Corona-Pandemie nicht nur ein zentrales Praktikum in Präsenz angeboten, sondern auch die Möglichkeiten geschaffen, die Lehre im Fachbereich friktionslos und ohne Einbußen bei der Lehrqualität auf digitale Formate umzustellen.

Dr. Lena Schönwälder (2. Preis, 10.000 Euro)
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich 10, Institut für Romanische Sprachen und Literatur
Frau Dr. Lena Schönwälder zeichnet sich durch ihr herausragendes Engagement in der Studieneingangsphase sowie durch ihren außerordentlichen Einsatz im Rahmen von Schüler*innen-Workshops aus. Sie hat gemeinsam mit Studierenden eine interdisziplinäre Theatergruppe initiiert, die Studierenden einen neuen und innovativen Zugang zu romanischer Literatur ermöglicht. Auch im Rahmen der Distanzlehre gelang es ihr hervorragend, ein Umfeld der Partizipation und fachlichen Diskussion zu schaffen. Ferner engagiert sie sich am Fachbereich als Gleichstellungsbeauftragte und trägt Fragen der Gleichstellung auch mit in ihre Lehrveranstaltungen.

Dr. Markus Lindner (3. Preis, 5.000 Euro)
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich 08, Institut für Ethnologie
Die Lehrangebote von Dr. Lindner am Institut für Ethnologie zeichnen sich durch eine stringente internationale Ausrichtung sowie durch eine kohärente Verknüpfung von Theorie und Praxis aus. Besonders hervorzuheben sind die von Studierenden im Rahmen von Seminaren erarbeiteten Ausstellungsergebnisse, die auch außerhalb des universitären Kontextes eine hohe Sichtbarkeit erlangen (z.B. „Wanderer zwischen den Welten“, https://www.diewanderer.info/). Zudem zeigt Herr Dr. Lindner ein großes Engagement in der Studieneingangsphase, wo er aus seiner Beteiligung am Projekt „Starker Start“ Innovationen in den Fachbereich tragen konnte. Besonders beeindruckend ist seine Entwicklung einer fachspezifischen Schreibberatung.

Neben den Preisträger*innen wurden folgende Lehrende von den Studierenden nominiert:
Prof.in Dr. Yonson Ahn, Fachbereich 09
Dr. Balazs Cserna, Fachbereich 02
Dr. Christoph Haar, Fachbereich 08
Mariam Kamarauli, Fachbereich 09
Prof. Dr. Jan Landwehr, Fachbereich 02
Julian Langenhagen, Fachbereich 02
Prof.in Dr. Anja Middelbeck-Varwick, Fachbereich 07
Dipl.-Übers. Soyeon Moon, Fachbereich 09
Dr. Marta Muñoz-Aunión, Fachbereich 10
Prof.in Dr. Viera Pirker, Fachbereich 07
Prof. Dr. Klaas Pos, Fachbereich 14
OstR i.H. Michael Quell, Fachbereich 09
Prof. Dr. Luciano Rezzolla, Fachbereich 13
Prof. Dr. Raman Sanyal, Fachbereich Fachbereich 12
Seul So, Fachbereich 09
Dr. akad. Oberrat Bernd Sorg, Fachbereich 14
Prof. Dr. Anton Wakolbinger, Fachbereich 12
Nadine Weber, Fachbereich 04
Dr. Dirk Wiegandt, Fachbereich 08

Weitere Informationen:
Jens Blank, Abteilungsleiter Karriere & Stipendien, Studium Lehre Internationales, Goethe-Universität Frankfurt. Tel.: 069 798 15053; E-Mail: J.Blank@em.uni-frankfurt.de


Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Abteilung PR & Kommunikation, Telefon 069 798–13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de  

 

Nov 1 2021
13:52

Hessischer Zukunftsdialog: IWAK der Goethe-Universität bringt im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration Unternehmen, Betriebe, Verwaltungen, Kammern und Verbände zusammen  

Mobil und digital: Wie Arbeitgeber den Wünschen der Beschäftigten entgegenkommen können

Gemeinsame Pressemitteilung von Goethe-Universität und Ministerium für Soziales und Integration

Corona hat die Berufswelt verändert. Zeitlich und räumlich flexibles Arbeiten ist jetzt vielfach gelebte Praxis. Die meisten Beschäftigten wünschen sich, dass dies auch nach der Pandemie so bleibt – eine Herausforderung für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber.  

FRANKFURT. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die im Wettbewerb um Arbeits-, Fach- und Führungskräfte erfolgreich sein wollen, sehen sich vor neuen Herausforderungen: Möglichst schnell benötigen sie dauerhaft belastbare Konzepte für flexibles Arbeiten. In der Verwaltung oder in der IT-Branche ist digitales Arbeiten im Homeoffice kein Problem. Doch auch in vielen anderen Bereichen hält Hessens Minister für Soziales und Integration, Kai Klose, das für möglich. Und weil Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber am besten voneinander lernen können und wollen, richtet das Hessische Ministerium für Soziales und Integration

am Mittwoch, 3. November 2021,
um 9:30 Uhr den virtuellen Hessischen Zukunftsdialog

aus. Dort wird beispielsweise der Pflegedienst Kremer aus Hammersbach seine Umsetzung der digitalen Arbeitswelt der Zukunft vorstellen. Aber auch in anderen Branchen und in der öffentlichen Verwaltung ist die Etablierung von digitalem und mobilem Arbeiten nicht einfach. Wie es gehen kann, zeigen Praxisbeispiele aus der Pharmabranche, der Kreativwirtschaft und dem Regierungspräsidium Kassel, die den Spagat zwischen notwendiger Präsenz und Remotearbeiten realisiert haben. Vor allem junge Fachkräfte erwarten, dass ihnen mobiles Arbeiten ermöglicht wird.

„Viele Betriebe haben noch einen weiten Weg zu gehen, denn digitales Arbeiten erfordert eine entsprechende Infrastruktur“, sagt Dr. Christa Larsen, Geschäftsführerin des Instituts für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) der Goethe-Universität. Wie diese geschaffen und gesichert werden kann, soll anhand der Region Fulda und der Stadt Darmstadt verdeutlicht werden. Handwerkskammern bieten ihren Mitgliedsbetrieben niedrigschwellige Hilfen an und begleiten sie im Prozess der betrieblichen Digitalisierung. Die Kooperation von Betrieben und Berufsschulen bei der Ausbildung wird an vielen Standorten in Hessen auf den Weg ins digitale Zeitalter gebracht. Beim Hessischen Zukunftsdialog sollen Best Practice-Beispiele zeigen, wie vor allem der Mittelstand bei der Gestaltung von digitalem und mobilem Arbeiten unterstützt werden kann.

„Mit dem Hessischen Zukunftsdialog bieten wir eine Plattform für Unternehmen, Betriebe, Verwaltungen, Kammern, Verbände, Aus- und Weiterbildung, Arbeitsvermittlung, Kommunen und sonstige Gestaltungspartner für den Austausch auf Augenhöhe“, sagt Minister Klose. „Beispiele guter Praxis können wichtige Impulse in unserem Land setzen und die Umsetzung vor Ort erleichtern, sodass wir die Modernisierung von Arbeit und zugleich die Fachkräftesicherung voranbringen können.“

Das Programm zum Hessischen Zukunftsdialog finden Sie unter http://www.iwak-frankfurt.de/wp-content/uploads/2021/03/Einladung-Programm-vitueller-Hessischer-Zukunftsdialog-2021.pdf 

Die Teilnahme ist über den folgenden Link möglich:
https://uni-frankfurt.zoom.us/j/99533952285?pwd=c0RscU1vRmpibGpBN2lnY2M2dlczdz09
Meeting-ID: 995 3395 2285
Kenncode: 532645

Informationen:
Dr. Christa Larsen
Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) der Goethe-Universität
Campus Bockenheim
Telefon 069 798-22152
E-Mail: c.larsen@em.uni-frankfurt.de


Redaktion: Dr. Anke Sauter, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Abteilung PR & Kommunikation, Telefon 069 798-13066, Fax 069 798-763-12531, sauter@pvw.uni-frankfurt.de