Archiv Pressemitteilungen | 2012 bis 2017 – 2012

Veranstaltungen

Mär 19 2012
10:53

Gesellschaft für Bildung und Wissen widmet sich in ihrer Jahrestagung an der Goethe-Universität den Fehlentwicklungen im Schulsystem.

Tagung „Irrwege der Unterrichtsform“

FRANKFURT. Was wird im Kontext von Reformen zum Nachteil von Bildung und Wissen den Schulen von oben herab verordnet? Dies steht im Fokus der Jahrestagung der Gesellschaft für Bildung und Wissen. Referenten aus der Schulpraxis und dem universitären Bereich diskutieren Analysen und neueste Forschungsergebnisse zu den Fehlentwicklungen im Bildungssystem, die besonders bedeutungsvoll erscheinen und die Lage exemplarisch beleuchten sollen.

Bereits auf ihrer Gründungstagung 2010 in Köln hatte sich die Gesellschaft für Bildung und Wissen kritisch mit neueren Entwicklungen im Schulsystem beschäftigt. So wurde damals vor allem die Kompetenzorientierung auf den Prüfstand gestellt. Die Nachfolgetagung in Frankfurt hat das    

Thema:  „Irrwege der Unterrichtsreform“
am:         Samstag, dem 24. März 2012, 9.30 Uhr
Ort:         Goethe-Universität Frankfurt, Campus Bockenheim, Hörsaal V, Graefstr. 50.

Die Tagung steht allen Interessierten offen. Eine Anmeldung ist wünschenswert, aber nicht obligatorisch. Auch für kurzfristig Entschlossene steht die Tagung ohne Anmeldung offen! Für Mitglieder der GBW ist die Teilnahme kostenlos.

Informationen:
Prof. Dr. Hans Peter Klein, Lehrstuhl für Didaktik der Biowissenschaften, Goethe-Universität Frankfurt, Tel.: (069)79842270, h.p.klein@bio.uni-frankfurt.de, www.bildung-wissen.eu 

Hochschulpolitische Themen

Mär 16 2012
10:17

Interdisziplinarität wird zur Triebfeder: An der Goethe-Universität treten Mentoren und Stipendiaten im Rahmen des Deutschland-Stipendiums in einen kreativen Dialog

Der Blick über den Tellerrand

FRANKFURT. „Hast Du ein F?“, „Sind Sie Gruppe H?“ Buchstaben von A bis Q zierten die Namensschilder aller Stipendiaten und Mentoren des Deutschland-Stipendiums bei der offiziellen Vergabefeier im November 2011. 161 Stipendiaten wurden unabhängig von Fachrichtung oder Fachsemester bunt gemischten Gruppen zugeteilt, die ein Jahr lang von Mentoren in einem ideellen Förderprogramm begleitet werden. Das kleine Erkennungszeichen entwickelte sich bei der Feier schnell zum unterhaltsamen Kennenlernspiel und half, das erste Eis zu brechen.

So unterschiedlich der Background bei den Stipendiaten ist, so ist er es auch bei den Mentoren. Von der jüngsten Schulleiterin Hessens über den Business Manager eines Finanzinstituts bis zum Vorstandsmitglied eines Energiekonzerns ist unter den 17 Mentoren einiges an Berufen vertreten. Allen gemein ist, dass sie in Schlüsselpositionen arbeiten und ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit jungen Talenten teilen möchten. Das ideelle Förderprogramm der Frankfurter Goethe-Universität ergänzt die finanzielle Förderung durch das Deutschland-Stipendium und ist bundesweit einmalig.

Trotz einer gewissen Skepsis zu Beginn entwickelte sich die Interdisziplinarität zur Triebfeder des Programms. „Anfangs bemerkte man schon Sprachbarrieren und unterschiedliche Diskussionsstile. Da war es nicht immer ganz einfach, zu einem Konsens zu kommen“, berichtet Mentor Julian Junk von ersten Hürden, die schnell überwunden wurden. „Es ist ganz toll zu sehen, wie viele Perspektiven eingebracht und somit Themen aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet werden“, sagt Claudia Huber, Beraterin bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit. Günter Scheuren, Business Manager bei der Royal Bank of Scotland, ergänzt: „Erst, wenn man über den eigenen Tellerrand hinausschaut und ein breitgefächertes Wissen mitbringt, kann man der Welt offen begegnen.“

Erste Ergebnisse dieser fruchtbaren Zusammenarbeit werden drei Monate nach Start des Programms in den Projekten der Gruppen erkennbar. Lars Mosdorf, Leiter der Abteilung „Entgelte und Preisstrategie“ bei Fraport, unterstützt seine Gruppe dabei, Strukturen an der Goethe-Universität zu errichten, die das ehrenamtliche Engagement der Studierenden fördern. „Hier kann ich mich mit Dingen beschäftigen, die ich nicht jeden Tag auf dem Schreibtisch habe und deswegen lerne auch ich sehr viel in der Diskussion und in der Zusammenarbeit mit den Stipendiaten“, so Mosdorf. Mit der Identität Frankfurts setzt sich eine Gruppe auseinander, die gleich zwei Mentoren hat. Claudia Huber und Daniel Brombacher sind im Rahmen ihrer Tätigkeit im Bereich Entwicklungszusammenarbeit viel in der Welt unterwegs und teilen sich die Arbeit mit den Stipendiaten. Der Frage, was für eine Stadt Frankfurt eigentlich ist, möchte sich die Gruppe über Interviews mit Frankfurter Studierenden nähern. Die Ergebnisse werden künstlerisch umgesetzt – am Ende soll ein Fotomosaik entstehen. Aus der Foto-Perspektive der verschiedenen sozialen Gruppen und Menschen beleuchtet das Projekt „MainLeben“ die unterschiedlichen Realitäten der Stadt, will diese sichtbar machen und im Idealfall am Ende persönlich zusammenbringen. 

Neben dem Blick auf andere Fachdisziplinen und Themenbereiche als dem eigenen Studium oder Arbeitsfeld zieht sich ein zweiter roter Faden durch das ideelle Förderprogramm: Sowohl Mentoren als auch Stipendiaten wollen etwas zurückgeben. „Ich war selbst Stipendiat und bin in den Genuss von Förderung ideeller Art gekommen. Ich habe sehr viel von meinen Mentoren profitiert, zu denen ich teilweise eine ganz enge Bindung aufgebaut habe und die auch immer wichtige Ansprechpartner außerhalb der Professorenschaft an der Uni oder des persönlichen Bekanntenkreises waren“ resümiert Daniel Brombacher. „Heute kann ich ein Stück weit das weitergeben, was ich bekommen habe“.

Auch die Stipendiaten des Deutschland-Stipendiums wollen der Gesellschaft etwas zurückgeben. Sie wissen, dass sie ihr Stipendium einem neuen Modell von Public-Private-Partnership verdanken. Für jeden Euro, den die Fundraisingabteilung der Goethe-Universität bei Unternehmen, Mäzenen und weiteren Spendern einwirbt, bekommt sie einen weiteren vom Staat hinzu. Die Stipendiaten bedanken sich, indem sie ihr Wissen einbringen und Ideen entwickeln, wie man zum Beispiel die Gewalt in Fußballstadien eindämmen kann, wie man einen Umweltpreis ins Leben ruft, der wiederum von Unternehmen gestiftet wird oder wie man die Entwicklung von Engagement in der Region messbar machen kann.

Die Ergebnisse der Projektgruppen werden Anfang Juli der Öffentlichkeit präsentiert.

Informationen: Jörg Ottmann, Projektleiter Deutschland-Stipendium SSC,  Tel. (069) 798-23923, www.deutschland-stipendium.uni-frankfurt.de

Die Liste aller Mentorinnen und Mentoren der Stipendiatengruppen sowie die Projektthemen finden Sie hier.

Forschung

Mär 15 2012
12:27

Nano-Rezeptoren erkennen selektiv einzelne Moleküle

Suche nach der Nadel im Molekülhaufen

FRANKFURT. In der Natur gibt es viele Beispiele für hochsensitive Sensoren, die selektiv auf einzelne Moleküle ansprechen. Eines davon ist die menschliche Nase. Inspiriert von diesen natürlichen Vorbildern hat ein Forscherteam des Walter Schottky-Instituts und des Institute for Advanced Study an der Technischen Universität München (Gruppe Dr. Ulrich Rant) und des Instituts für Biochemie der Goethe Universität (Gruppe Prof. Robert Tampé) jetzt ein System aus festkörperbasierten Nanoporen entwickelt, mit dem einzelne Moleküle gezielt detektiert werden können. Gegenüber früheren Arbeiten auf diesem Gebiet ist es gelungen, die Selektivität des Sensors deutlich zu erhöhen bei gleichbleibender Empfindlichkeit zu erhöhen. Damit eröffnen sich vielfältige Anwendungen in der Nanodiagnostik, etwa die Analyse der Proteine in einer Körperzelle.

Wie die Forscher in der renommierten Fachzeitschrift „Nature Nanotechnology“ berichten, bohrten sie mithilfe eines Elektronenstrahls winzige Löcher in eine dünne Halbleitermembran aus Siliziumnitrid (SiN). Der Öffnungsdurchmesser der Nanoporen ist so bemessen, dass die zu detektierenden Moleküle sie nur einzeln passieren können (25 Nanometer, entsprechend 1/4000 eines Haardurchmessers). Um sicher zu gehen, dass Biomoleküle nicht zufällig an Unebenheiten der Pore binden, wird diese mit einer selbstorganisierenden Schicht ausgekleidet, an der Proteine nicht haften bleiben. In dieser Schicht ist der Rezeptor aus mehreren Nitrilotriessigsäure-Molekülen verankert. Er kann Biomoleküle, die durch ein „Etikett“ aus sechs Aminosäuren gekennzeichnet sind, hochselektiv erkennen und binden.

Um feststellen zu können, ob eine Bindung stattgefunden hat, schwimmt die Halbleitermembran mit den Nano-Detektoren in einer Salzlösung. Legt man eine elektrische Spannung an, strömen die Ionen der Lösung durch die Poren. Sobald aber das zu detektierende Biomolekül an den Rezeptor bindet, verengt sich die Pore und der Strom nimmt ab. Auf diese Weise kann das An- und Abbinden eines Moleküls kann in Echtzeit beobachtet werden. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sich nur ein einziger Rezeptor in der Pore befindet, was nun erstmals mit einer künstlich hergestellten Pore gelang. Dabei konnte die anorganische Pore mit der biologischen Funktionalität des eingefügten Rezeptors ausgestattet werden. In einem weiteren Schritt wendeten die Münchner Physiker und Frankfurter Biochemiker das Verfahren auf die Antikörper-Immunerkennung an.

Die möglichen Anwendungsgebiete dieses biomimetischen sensorischen Systems sind vielversprechend. So könnten schwierige Probleme in der Proteomik mit diesem Ansatz realisierbar sein, etwa die Analyse der Proteinzusammensetzung einer einzelnen Zelle. Zum anderen könnte dieses System als schneller und sensitiver Biosensor für das Screening von Pharmazeutika oder zur Detektion von Kampfmitteln dienen. „Die Zukunft bleibt spannend, da die Natur uns weiterhin in Selektivität und Spezifität voraus ist. Deshalb sind weitere Verbesserungen im Feld von sensorischen Systemen auf molekularer Ebene nötig“, erklärt Prof. Robert Tampé vom Institut für Biochemie. „Die Zusammenarbeit des Teams aus München und Frankfurt ist aber ein wichtiger Schritt in der Biosensorik und Nanodiagnostik auf Einzelmolekülebene.

Publikation: Ruoshan Wei et. al.: Stochastic sensing of proteins with receptor-modified solid-state nanopores, Nature Nanotechnology, online erschienen am 11. März 2012, DOI: 10.1038/NNANO.2012.24

Bilder zum Download finden Sie hier.

Bildtexte:
Bild 1: Detektion von Proteinen auf Einzelmolekülebene in künstlichen Rezeptor-modifizierten Silizium-Nanoporen.

Bild 2: Diese künstlerische Darstellung zeigt, wie die Identität einzelner Proteine in einer künstlichen Nanopore festgestellt wird. Das in der Pore verankerte „Rezeptor-Protein“ (rot-braun) bindet vorübergehend einen IgG-Antikörper (hellbraun), der durch die Pore wandert. Die Dauer der Wechselwirkung kann über den veränderten Stromfluss gemessen werden. Sie gibt auch Auskunft über die biologische Funktion des Antikörpers. Die weißen Haare stellen eine selbstorganisierte Molekülschicht dar, die dazu dient, die Oberfläche des Goldfilms biologisch zu inaktivieren.

Bildrechte: Christoph Hohmann /NIM

Informationen: Prof. Robert Tampé, Institut für Biochemie, Campus Riedberg, Tel: (069) 798- 29475, tampe@em.uni-frankfurt.de. Dr. Ulrich Rant, Walter Schottky Institut, Technische Universität München, Tel: (089) 298 11578, rant@wsi.tum.de .

Sonstige

Mär 14 2012
14:27

Land, Universität und Stiftung einigen sich auf Übergang der Frankfurter Zahnmedizin als gemeinnützige GmbH an die Goethe-Universität

Carolinum gewinnt tragfähige Zukunftsperspektive

FRANKFURT. Die Zahnmedizin an der Goethe-Universität gewinnt eine tragfähige Zukunftsperspektive. Basis dafür ist eine zwischen der „Freiherr Carl von Rothschild'schen Stiftung Carolinum“, der Universität und dem Land Hessen in intensiven Verhandlungen erzielte Vereinbarung. Diese wurde jetzt von allen Beteiligten unterzeichnet.  Damit wird das seit 1890 bestehende und seit 1915 in Lehre und Forschung der Goethe-Universität integrierte „Zahnärztliche Universitätsinstitut der Stiftung Carolinum“ dauerhaft in eine neue Trägerschaft der Goethe-Universität überführt. Für die rund 200 Beschäftigten entsteht damit Planungssicherheit. Eine Betriebsversammlung, bei der umfassend über den Übergang aufgeklärt werden soll, ist in Vorbereitung.

In Zukunft liegt die Trägerschaft nicht mehr bei der Stiftung Carolinum, sondern bei einer gemeinnützigen GmbH in Regie der Universität. Finanziell und organisatorisch sind damit die Universität und der Fachbereich Medizin umfassend verantwortlich für die Hochschulzahnmedizin in Frankfurt.

Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl zeigte sich erleichtert über die gefundene Einigung: „Das ist ein guter Tag für die Zahnmedizin. Mit der Vertragsunterzeichnung beginnt eine neue Ära für die Zahnmedizin. Wir danken der Stiftung für ihr fast hundertjähriges Engagement für die Universität. Damit ist es gelungen, den Stiftungsgedanken aus der Gründungszeit bis in die heutige Phase der neuen Stiftungsuniversität hinüberzutragen. Die Beibehaltung des guten Namens „Carolinum“ soll auch hieran erinnern.“ Unübersehbar sei jedoch auch gewesen, dass die heutigen Herausforderungen – seien es die baulichen Aufgaben oder die erforderlichen Etatmittel – ein neues Konzept erforderten, so Müller-Esterl.

Prof. Josef Pfeilschifter, Dekan des Fachbereichs Medizin, kommentierte die Einigung mit folgenden Worten: „Diese Vereinbarung gibt der traditionsreichen Frankfurter Zahnmedizin eine verlässliche Perspektive. Die Zahnmedizin war und ist aus Sicht der Universitätsleitung ein unverzichtbarer Bestandteil der medizinischen Lehre und Forschung an der Goethe-Universität. Mit dem Übergang wird sich der Grad der Integration in die Universität weiter steigern. Die Universität und der Fachbereich Medizin sind sich der hiermit verstärkten Verantwortung bewusst.“

Die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, hob den konstruktiven Geist der Verhandlungen hervor: „Ich bin sehr froh, dass diese Verhandlungen nun erfolgreich zum Abschluss gekommen sind. Das dokumentiert den Willen aller Beteiligter, die Frankfurter Zahnmedizin in ihrer besonderen Qualität nicht nur zu erhalten, sondern sie zukunftssicher zu machen. Dieses gemeinsame Interesse hat die Einigung am Ende möglich gemacht. Dafür bin ich allen Beteiligten dankbar.“

Der Stiftungsvorstand der Stiftung Carolinum, vertreten durch den Vorsitzenden Alexander Heck,  lobte das „klare Bekenntnis“ der Goethe-Universität zur zahnmedizinischen Lehre und Forschung. „Auch die Stiftung wird sich weiterhin gemäß ihrem Auftrag für die Frankfurter Zahnmedizin engagieren – nicht mehr wie in den letzten 125 Jahren als operative Trägerin, sondern nun als Förderin, gerade auch für die Universitätsforschung.“

„Mit Blick auf die Umwandlung der Goethe-Universität in eine Stiftungshochschule ist es eine vernünftige Entscheidung, die zahnmedizinische Ausbildung und Forschung in die Hände der Goethe-Universität zu legen, um deren dauerhafte Entwicklung zu sichern.“

Am 5. März ist die „Carolinum Zahnärztliche Universitätsinstitut gGmbH“ gegründet worden; sie wird nunmehr mit der Umsetzung der Vereinbarung an die Stelle der Stiftung treten. Für die Beschäftigten wird sich durch diesen Wechsel formal nichts ändern. Sie haben aber nun einen Arbeitgeber, hinter dem zu 100 Prozent die Universität steht.

 

Sonstige

Mär 14 2012
12:26

Campus Riedberg mit neuer attraktiver Cafeteria: Studentenwerk Frankfurt am Main und Goethe-Universität küren den Gewinner des Namenswettbewerbs

Neuer Treffpunkt heißt „Darwins“

FRANKFURT. „Darwins“ – so lautet der Name der neuen Cafeteria des Studentenwerks Frankfurt am Main im Biologicum am Campus Riedberg. Mit originellem Design, vielseitigem Speiseangebot und zahlreichen Sitz- und Lernplätzen ist die Cafeteria eine Bereicherung für den im Norden der Stadt gelegenen Campus der Goethe Universität. Schon in der Planungsphase beschloss das Studentenwerk Frankfurt am Main gemeinsam mit der Goethe-Universität, einen passenden Namen für die neue Einrichtung von den Studierenden und Hochschulbediensteten selbst suchen zu lassen. Im August 2010 wurde der Wettbewerb ausgerufen, bei dem in kurzer Zeit über 200 Vorschläge zusammenkamen.

Obwohl die Wahl unter den vielen guten Vorschläge schwer fiel, war letztlich die Entscheidung einstimmig: „Darwins“ wurde als der Name gefunden, der am besten zum Gebäude und zur Cafeteria selbst passt. Die Cafeteria selbst konnte vor wenigen Wochen erfolgreich an den Start gehen, und heute war es soweit: Dr. Joachim Koch, Erfinder des siegreichen Namens, durfte seinen Preis aus den Händen von Prof. Dr. Schubert-Zsilavecz, Vizepräsident der Goethe-Universität, und Konrad Zündorf, Geschäftsführer des Studentenwerks Frankfurt am Main, entgegennehmen: einen Kinobesuch gemeinsam mit neun Freunden.

Dr. Joachim Koch, Diplombiologie, ist zurzeit Arbeitsgruppenleiter am Georg-Speyer-Haus in Frankfurt und Privatdozent für Biochemie an der Goethe-Universität Frankfurt. Er entschied sich für den Namen Darwins, denn „für einen Biologen spielt Darwin eine große Rolle, da er mit seiner Evolutionstheorie vor 150 Jahren einen Meilenstein für die moderne Biologie gelegt hat. Diese Erkenntnisse begleiten einen Biologiestudenten während seines Studiums. Darüber hinaus haben wir 2009 das Darwin Jahr gefeiert, so dass der Name Darwins sehr zeitgemäß ist und zugleich einen Brückenschlag von den Anfängen der modernen Biologie zum molekularen Zeitalter darstellt.“

Die Cafeteria Darwins befindet sich direkt im Erdgeschoss des Biologicums. Sie verfügt über zahlreiche Sitzplätze und bietet ihren Gästen jeden Tag frisch zubereitete Nudel- und Wokgerichte, zwei weitere Hauptgerichte (eins davon vegetarisch) sowie Frühstücksangebote und Snacks. Wer sein nächstes Seminar vorbereiten will, findet in der so genannten KOMMBOX Platz zum Lernen und Laptop-Arbeitsplätze.

Informationen: Katrin Wenzel, Studentenwerk Frankfurt am Main, Tel. (069) 798-34903