Archiv Pressemitteilungen | 2012 bis 2017 – 2012

Sonstige

Jun 13 2012
17:15

Berufsbegleitender Studiengang startet im April 2013 an der Goethe-Universität

Goethe Business School bietet neuen Master der Finanzwirtschaft an

FRANKFURT. Die Goethe Business School (GBS) an der Universität Frankfurt bietet ein neues berufsbegleitendes Master-Programm mit Schwerpunkt Finanzen an. Der auf zwei Jahre angelegte Weiterbildungs-Studiengang mit dem Titel „Part-Time Master in Finance“ startet im April 2013. Mit einem zeitlich flexiblen Kurs-Programm und anwendungsorientierten Inhalten richtet sich das neue Master-Angebot gezielt an berufstätige Bachelor-Absolventen.

„Mit dem neuen Master-Programm reagiert die Goethe Business School auf den Bologna-Prozess“, erklärt der für den Studiengang verantwortliche Akademische Direktor Professor Dr. Uwe Walz. „Bachelor-Absolventen, die früh in den Beruf einsteigen, merken schnell, dass ihnen ohne Master die nächste Karrierestufe verschlossen bleibt. Ihnen bietet die GBS nun eine attraktive Chance zur Weiterqualifizierung an.“ Die praxisnahe Ausrichtung des Programms ermögliche es den Teilnehmern, das Erlernte direkt in ihrem beruflichen Alltag umzusetzen.

Der neue Teilzeit-Studiengang vermittelt die theoretischen Grundlagen der Finanzwirtschaft, schult aber auch strategisches Denken und Entscheidungsfähigkeit durch Fallbeispiele und Situationsanalysen. Die Goethe Business School kann dabei auf die hohe Fachkompetenz des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften zurückgreifen, der als einer der wenigen in Deutschland eine AACSB-Akkreditierung besitzt – die weltweit bedeutendste Akkreditierung für Business- und Finance-Programme.

Neben Interessenten mit wirtschaftswissenschaftlichem Abschluss steht das Programm auch Bachelor-Absolventen anderer Fachrichtungen offen, die im Umgang mit Zahlen und Statistiken geschult sind und ihren etwa natur- oder sozialwissenschaftlichen Abschluss mit einem Master der Finanzen abrunden wollen.

Der englischsprachige Unterricht findet im Zweiwochenrhythmus freitagnachmittags und samstags statt. Die zeitliche Flexibilität, die das Programm bietet, macht es für Berufstätige attraktiv, aber auch für Akademiker, die berufliche Auszeiten – etwa aus familiären Gründen – für ihre Fortbildung nutzen möchten. Unternehmen, die eine finanzwirtschaftliche Fortbildung für ihre Mitarbeiter planen, finden im neuen GBS-Programm ein maßgeschneidertes Angebot.

Der „Part-Time Master in Finance“ schließt mit dem Titel „Master of Arts“ ab. Die Programmkosten betragen 19.000 Euro. Bewerber müssen einen Abschluss mit mindestens 180 Credit Points sowie sehr gute Englischkenntnisse vorweisen. Berufstätigkeit und Auslandserfahrung sind erwünscht, aber keine Zulassungsvoraussetzungen. Die fachliche Eignung der Bewerber wird unter anderem in einem persönlichen Auswahlgespräch überprüft. Bewerbungsschluss ist der 1. Februar 2013. Wer sich bis Anfang Dezember 2012 anmeldet, erhält bei Annahme einen Nachlass von 1500 Euro.

Weitere Informationen zum neuen GBS-Programm sind unter www.goethe-business-school.de erhältlich. An jedem dritten Dienstag im Monat finden Informationsabende zum neuen Master-Programm im House of Finance auf dem Campus Westend der Goethe- Universität statt.

Kontakt: Goethe Business School Prof. Dr. Uwe Walz Tel.: 069 – 798 33500 E-Mail: walz@gbs.uni-frankfurt.de web: www.goethe-business-school.de

Veranstaltungen

Jun 12 2012
14:23

Night of Science mit Christoph Biemann von der Sendung mit der Maus

Auf dem Campus Riedberg wird es wieder spät

FRANKFURT. In der Nacht vom 22. auf den 23. Juni laden die Fachschaften der Naturwissenschaften zur inzwischen siebten „Night of Science“ auf den Campus Riedberg ein. Prominenter Gast ist in diesem Jahr Christoph Biemann, der bekannte Experimentator mit dem grünen Pullover aus der „Sendung mit der Maus“. Er eröffnet um 17 Uhr das Programm mit  seinem Vortrag „Probieren geht über Studieren — Christophs Experimente aus der Sendung mit der Maus“. Im weiteren Verlauf tragen die Wissenschaftler des Campus Riedberg in über 60 Vorträgen neue naturwissenschaftliche Erkenntnisse vor, erklären alltägliche Phänomene und zeigen spektakuläre Experimente bis in die frühen Morgenstunden.

Parallel dazu stellen sich die Studiengänge der beteiligten Fachbereiche vor. Studierende gewinnen so neue und vergnügliche Einblicke in benachbarte oder völlig neue Themengebiete, während sich für die Frankfurter Bürger die Chance bietet, ihre Universität kennen zu lernen oder wieder zu entdecken. Nicht zuletzt sollen Schüler für die Studiengänge in den Naturwissenschaften begeistert werden. Das Rahmenprogramm bietet Showexperimente, Mitmachstationen, Laborführungen, einen Kinderspielplatz und genügend Raum für geselliges Beisammensein mit Live-Musik.

Informationen: Thomas Halbritter, Campus Riedberg, Tel.: 0179 / 8493868; fragen@nightofscience.de; www.nightofscience.de/

Veranstaltungen

Jun 12 2012
14:17

Neuerscheinung mit fundierten Analysen zur japanischen Dreifachkatastrophe

„Japan nach 'Fukushima'. Ein System in der Krise"

FRANKFURT. Die gegenwärtige atomare Krise ist auch eine Krise des Systems Japan, dies ist die zentrale These eines soeben erschienenen Buchs zur japanischen Dreifachkatastrophe vom 11. März 2011. Eine Vielzahl aktueller Meinungen findet Eingang in diesen Band, den die Frankfurter Japanologin Prof. Dr. Lisette Gebhardt und ihre Leipziger Kollegin Prof. Dr. Steffi Richter unter dem Titel „Japan nach 'Fukushima'. Ein System in der Krise" herausgegeben haben; er stellt eine der ersten interdisziplinär angelegten fachwissenschaftlichen Studien dar und führt alle, die sich über die innerjapanische Diskussionslage nach Fukushima informieren wollen, umfassend in die Problematik ein.

Der Band, der im Leipziger Universitätsverlag erschienen ist, liefert eine fundierte Analyse der japanischen Situation nach 3/11: Er legt dar, welche Spuren die Dreifachkatastrophe mit dem schweren Erdbeben, der verheerenden Tsunami-Welle und dem GAU von Fukushima in der japanischen Gesellschaft und im Denken von Wissenschaftlern, Journalisten, Schriftstellern und anderen engagierten Bürgern hinterlassen hat. Die vier Beiträge von Enno Berndt, Steffi Richter, Nicola Liscutin und Lisette Gebhardt befassen sich mit der Rezeption der Kernenergie und ihrer zeitgeschichtlichen politischen und ökonomischen Implementierung in Japan, mit der medialen Verhandlung der Krise, mit einer Interpretation der Ereignisse im Rahmen einer Reflexion der japanischen Moderne, mit wichtigen Akteuren der Atomkritik und ihren Positionen sowie mit der Möglichkeit einer neuen kritischen Öffentlichkeit im Lande.

Lisette Gebhardt stellt in „Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass dieser Tag kommen möge: Positionen japanischer Autoren nach ‚Fukushima“ die Überlegungen japanischer Schriftsteller zur Einschätzung der Dreifachkatastrophe vor. Enno Berndt beschreibt in seinem Aufsatz „Im strahlenden Schatten der Macht – Zur Politischen Ökonomie der nuklearen Katastrophe von Fukushima“ die Strategien der japanischen Stromwirtschaft. Steffi Richter setzt sich in „Das Ende des endlosen Alltags? Post-Fukushima als Japan-Diskurs“ mit dem sogenannten atomaren Dorf und seiner Kritik durch Wissenschaftler und Aktivisten auseinander. Nicola Liscutin analysiert mit „Vernetzt Euch! Fukushima, neue Medien und die Anti-AKW-Bewegung“ die Argumentationen verschiedener Gruppen gegen die Nutzung von Atomkraft.

Publikation: Steffi Richter, Lisette Gebhardt: „Japan nach 'Fukushima'. Ein System in der Krise",  Leipziger Universitätsverlag und AVA - Akademische Verlagsanstalt, 2012, 218 Seiten, Broschur; ISBN 978-3-86583-692-2; 24 Euro; Link zur Seite des Verlags: http://www.univerlag-leipzig.de/article.html;article_id,1311

Informationen: Prof. Dr. Lisette Gebhardt, Japanologie, Interdisziplinäres Zentrum für Ostasienstudien (IZO), Campus Bockenheim, Tel. (069) 798-23287, japanologie@uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Jun 8 2012
13:44

Zum Auftakt spricht am 11. Juni Prof. Dr. Rüdiger Lohlker zum Thema „Islamisches Recht: Zur Schulgründung und Konsolidierung“

Ringvorlesung zur islamischen Jurisprudenz

FRANKFURT. Das Institut für Studien der Kultur und Religion des Islam an der Goethe-Universität veranstaltet in diesem Sommersemester eine Ringvorlesung zur Islamischen Jurisprudenz (al-fiqh). Zum Auftakt spricht am Montag (11. Juni) der Wiener Professor Dr. Rüdiger Lohlker zum Thema „Islamisches Recht: Zur Schulgründung und Konsolidierung“. Die öffentliche Vorlesung beginnt wie die folgenden Vorträge um 18 Uhr im Jügelhaus, Campus Bockheim, Hörsaal H 13 (4. Etage), Mertonstraße 17-21.

Die islamische Jurisprudenz nimmt eine besondere Stellung innerhalb der religiösen Wissenschaften des Islams ein – dies unter anderem deshalb, weil sie das Bindeglied zwischen Theorie und Praxis darstellt. Die Heterogenität innerhalb der jeweils eigenen Rechtsschule sowie die Diversität und die Pluralität der verschiedenen Schulen bestätigen dies. In der aktuellen Ringvorlesung sollen sowohl klassische als auch kontextbezogene und moderne Fragestellungen thematisiert werden. Dazu bieten sich verschiedene methodische sowie thematische Schwerpunkte an, welche von den jeweiligen Referenten abgedeckt werden.

Weitere Themen und Termine:

  • 18. Juni: „Das islamische Erbrecht in Tunesien: Neue Argumente in einem alten Disput“, Prof. Dr. Moez Khalfaoui, Tübingen
  • 25. Juni: „Islamisches Recht und Menschenrechte“, Dr. Dr. Seyed Iranbomy und Dr. Mahmoud Bassiouni, Frankfurt
  • 2. Juli: „Scharia Jet Set: Islamic Finance, der Aufstieg der neuen islamischen Rechtsgelehrten und die Herausforderungen der Finanzkrise“, Dr. Kilian Bälz, Dubai/Kairo/Berlin
  • 9. Juli: „Islamisches Recht in Deutschland“, Prof. Dr. Mathias Rohe, Erlangen

Informationen: Dr. Jameleddine Ben Abdeljelil, Institut für Studien der Kultur und Religion des Islam, Campus Bockenheim, Tel. (069) 798-32752, E-Mail: benabdeljelil@em.uni-frankfurt.de, Details im Internet: www.uni-frankfurt.de/fb/fb09/islam/index.html

Veranstaltungen

Jun 8 2012
13:41

Zwei amerikanische Wissenschaftler halten öffentlichen Vortrag im Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften

Immigration und Erinnerungsarbeit zum Holocaust


FRANKFURT. Welchen Anteil haben Immigranten an der Erinnerungsarbeit zum Holocaust und Nationalsozialismus geleistet? Dieser Frage gehen Michael Rothberg, Professor of English and Conrad Humanities Scholar an der University of Illinois, und Yasemin Yildiz, Assistant Professor of German an der University of Illinois at Urbana-Champaign, in einem öffentlichen Vortrag nach. Die beiden Wissenschaftler sprechen auf Einladung des Forschungszentrums für Historische Geisteswissenschaften an der Goethe-Universität:

am: Mittwoch (13. Juni) um 18 Uhr
Ort: IG-Farben-Haus, Raum 411, Campus Westend, Grüneburgplatz 1
Thema: “
What Does Coming to Terms with the Past Mean (in an Immigration Society)? Turkish/ German Vergangenheitsbewältigung”.

Im selben Zeitraum, in dem sich in der westdeutschen Öffentlichkeit langsam ein Gefühl der Verantwortung für den Holocaust entwickelte, fand durch Arbeitsimmigration eine demographische Transformation der westdeutschen Gesellschaft statt. Entgegen der verbreiteten Ansicht, dass die Immigranten, insbesondere Muslime, kein Interesse an der deutschen Vergangenheitsbewältigung oder an der Ausbildung einer gemeinsamen Erinnerungskultur über den Holocaust zeigten, dieser gar feindlich entgegenstanden, erläutern Rothberg und Yildiz, die mit deutsch-türkischem Hintergrund in Hamburg studiert hat, wie sich die Immigranten an dieser Erinnerungsarbeit beteiligt haben. So ergeben sich nicht nur neue Ansätze für den Umgang mit dem traumatischen Erbe des Holocaust in Deutschland, sondern auch mit Genoziden an anderen Orten der Welt.

Informationen: Dr. Falk Müller, Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften, Campus Westend, Tel: (069) 798-32411, falk.mueller@em.uni-frankfurt.de, www.fzhg.org